Lange Zeit betrachtete die Philosophie Sprache primär als Abbild der Welt: Von Frege bis zum frühen Wittgenstein stand die Frage im Zentrum, wie Sätze Fakten repräsentieren und wann sie wahr oder falsch sind (Repräsentationalismus).
Mit der pragmatischen Wende durch Wittgenstein, Austin und Searle änderte sich der Fokus: Sprache ist nicht nur Beschreibung, sondern Handlung. Wer verspricht, warnt oder tauft, stellt keine Behauptung auf, sondern vollzieht eine Tat (Sprechakttheorie).
Heute stellt uns die Künstliche Intelligenz vor ein neues Rätsel: Large Language Models (LLMs) produzieren perfekte sprachliche Oberflächen. Aber können sie auch sprachlich handeln?
Die Kernfragen des Seminars:
Vom Abbild zum Werkzeug: Kurzer Abriss der Sprachphilosophie vor und nach der pragmatischen Wende.
Illokution ohne Bewusstsein: Kann eine KI bzw. ein Sprachmodell Sprechakte ausführen? Oder fehlen hier Absicht (Intention), oder sind andere Gelingensbedingungen untergraben?
Wir untersuchen, ob Sprechakttheorien von Austin, Searle und anderen im Zeitalter generativer KI eine Revision benötigen oder ob wir es lediglich mit einer neuen Form bekannter Phänomene zu tun haben.
Die Veranstaltung findet jede Woche statt.
Angeboten auf:
deutsch.
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Prüfungstyp |
Bereich |
Zeitraum |
| n.V. |
nach Absprache |
NF Physik |
Erster Zeitraum |