Nebenfach Philosophie im Bachelor Physik (Empfehlungen)
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SE2 0221/U
Emma Braccini
The seminar will be held in a hybrid format following a specific schedule. The first sessions (from October 12 to November 23) will take place online only. Starting on November 30, the sessions will be held in person only.
Die Veranstaltung findet jede Woche statt.
Link zum eLearning-Portal
Angeboten auf: englisch.
Zugehörige Veranstaltung: What Does It Mean to Understand Science?.
SE2 0201/H
Roman Heil
Angeboten auf: deutsch.
HSZ 0E03/U
WIL A221/U
Enno Fischer
HSZ 0101/U
Martin Weichold
Die Veranstaltung wird in zwei Gruppen angeboten; die Teilnehmer:innen werden gebeten, sich für eine der Gruppen zu entscheiden. Die Anmeldung auf OPAL wird ab dem 14. September 2026 um 12:00 Uhr möglich sein.
Abgabe Prüfungsleistungen: 12.03.2027
Erster Termin: 13.10.2026
BZW A154/U
REC C118/U
BZW A255/U
HSZ 0004/H
Kein Raum, evtl. siehe Details
Neue:r Dozent:in
Locke, „Versuch über den menschlichen Verstand“ John Locke (1632–1704) ist einer der wichtigsten Vertreter des Empirismus; sein „Versuch über den menschlichen Verstand“ (1689) gehört zu einem der einflussreichsten Werke der neuzeitlichen Philosophie. Im Seminar werden wir schwerpunktmäßig die Erkenntnistheorie in Büchern II und IV seines „Versuchs“ erarbeiten und diskutieren. Zu den Fragen, mit denen wir uns beschäftigen werden, gehören: Was ist die Quelle unseres Wissens über die Welt und unseren eigenen Geist? Was sind die Grenzen unserer Erkenntnis und wie sind sie zu bestimmen? Inwiefern basiert alles Wissen auf sinnlicher Erfahrung? Wie ist es möglich, Gegenständen beobachtungsunabhängige Eigenschaften zuzuschreiben? Wie erhalten wir Vorstellungen von abstrakten oder idealen Gegenständen wie Zahlen bzw. den leeren Raum? Textgrundlage ist Band 1 der Meiner-Ausgabe von Lockes Versuch (Hamburg 2006, hrsg. v. Reinhardt Brandt, übers. v. Carl Winckler, Bd. 1), der zweite Band wird in Auszügen auf OPAL bereitgestellt.
Erster Termin: 20.10.2026
BZW A153/U
PD Dr. Rico Hauswald
Platon, „Gorgias“ Platons Dialog „Gorgias“ verhandelt vordergründig die Bestimmung der Redekunst (Rhetorik) und ihrer Rolle im gesellschaftlichen Leben Athens. In einer Demokratie hat die politische Rede jedoch eine besondere Rolle, um gesellschaftliche Stimmungen zu erzeugen, Konsens oder Dissens herzustellen – in ihr konzentriert sich politische Macht. Auf diesem Wege gelangt Platon zu zentralen Fragen, die auf das politische und tugendhafte Leben insgesamt ausgreifen. Sie betreffen das Verhältnis von Überredung und rationaler Überzeugung, individuellem Lustgewinn und Gemeinwohl sowie Macht und Gerechtigkeit. Diese Themen und ihre Verbindung in einer Lehre von der geordneten Seele machen den „Gorgias“ nicht zuletzt zu einem wichtigen Vorläufer der „Politeia“. Das inhaltliche Hauptziel des Seminars ist es, Platons Gerechtigkeitskonzeption herauszuarbeiten und der ihr zugrundeliegenden Verzahnung politischer, ethischer und metaphysischer Annahmen nachzugehen. Methodisches Ziel ist das Einüben der Techniken des close reading und der rekonstruktiven Argumentanalyse. Textgrundlage des Seminars ist die zweisprachige Reclam-Ausgabe des Dialogs (Leipzig 2011, hrsg. u. übers. v. Michael Erler).
Die wissenschaftliche Methode in der frühen Neuzeit Im 17. Jahrhundert vollzieht sich die sogenannte „wissenschaftliche Revolution“: das fast 2000 Jahre lang dominante aristotelische Wissenschaftsideal qualitativer Beobachtung und rekonstruktiver Erklärung wird schrittweise abgelöst durch ein neues Paradigma, das auf mathematische Modellierung und experimentelle Intervention setzt. Diese Entwicklung wurde von der Philosophie sowohl vorangetrieben als auch wissenschaftstheoretisch reflektiert. In ihrem Zuge bildete sich ein neues Weltbild heraus, das heliozentrisch, mechanistisch und materialistisch ausgerichtet war. In diesem Seminar werden wir einige der wirkmächtigsten Stationen dieser „Revolution“ aus der Nähe kennenlernen anhand ausgewählter Texte von Francis Bacon, Galileo Galilei, René Descartes, Thomas Hobbes, Benedikt de Spinoza, Isaac Newton und Emilie Du Châtelet. Das inhaltliche Hauptziel des Seminars ist es, wissenschaftstheoretische Fragen betreffend den Status von Modellen, Idealisierungen, Induktion und Erfahrung kennenzulernen und in ihrer historischen Genese zu verstehen. Das methodische Ziel des Seminars ist es, Texte historisch kontextualisiert zu lesen und argumentativ zu rekonstruieren. Ein Reader wird auf OPAL bereitgestellt.
Erster Termin: 21.10.2026
BZW A253/U
Kein Raum
Norbert Engemaier
Dieses Seminar führt grundlegend in das wissenschaftliche Arbeiten in der Philosophie ein. Wie liest man philosophische Texte? Was ist ein philosophisches Argument? Wie schreibe ich eigene Texte oder gestalte ich Präsentationen? Wie zitiere ich korrekt? Wie setze ich KI gewinnbringend ein? Was sind Stolperfallen und wie gehe ich z.B. mit Schreibblockaden um? Wie arbeite ich mit anderen Studierenden zusammen? Für die zu erarbeitenden Portfolios können Studierende aus einem Baukasten verschiedene Leistungen auswählen. Als Arbeitsmaterial dienen kürzere Texte aus diversen philosophischen Themenfeldern. Darunter sind: Gettiers Kritik der Wissensdefinition, Markosian zur personalen Identität, Hennings Trolley-Kunde, Frankfurt zu Verantwortung und Freiheit, Kants Friedensschrift, Lewis zu Zeitparadoxa und Sinnott-Armstrong zur Klimaethik.
Abgabe Prüfungsleistungen: 15.09.2026
Lange Zeit betrachtete die Philosophie Sprache primär als Abbild der Welt: Von Frege bis zum frühen Wittgenstein stand die Frage im Zentrum, wie Sätze Fakten repräsentieren und wann sie wahr oder falsch sind (Repräsentationalismus). Mit der pragmatischen Wende durch Wittgenstein, Austin und Searle änderte sich der Fokus: Sprache ist nicht nur Beschreibung, sondern Handlung. Wer verspricht, warnt oder tauft, stellt keine Behauptung auf, sondern vollzieht eine Tat (Sprechakttheorie). Heute stellt uns die Künstliche Intelligenz vor ein neues Rätsel: Large Language Models (LLMs) produzieren perfekte sprachliche Oberflächen. Aber können sie auch sprachlich handeln? Die Kernfragen des Seminars: Vom Abbild zum Werkzeug: Kurzer Abriss der Sprachphilosophie vor und nach der pragmatischen Wende. Illokution ohne Bewusstsein: Kann eine KI bzw. ein Sprachmodell Sprechakte ausführen? Oder fehlen hier Absicht (Intention), oder sind andere Gelingensbedingungen untergraben? Wir untersuchen, ob Sprechakttheorien von Austin, Searle und anderen im Zeitalter generativer KI eine Revision benötigen oder ob wir es lediglich mit einer neuen Form bekannter Phänomene zu tun haben.
HSZ 0002/E
HSZ 0201/U
Dr. Pedro Schmechtig
Abgabe Prüfungsleistungen: 31.03.2027
Erster Termin: 16.10.2026